Thomas Reinberger mit solidem Auftakt in die Wintersaison

Thomas Reinberger mit solidem Auftakt in die Wintersaison

01. Oktober 2026

Vom Nürburgring direkt nach COTA: Für Thomas Reinberger begann die neue Saison des Digitalen Newcomer Winter Cup im Rahmen der CARLAR Series mit einer besonderen Herausforderung. Nur wenig Zeit lag zwischen dem Finale des NEC und dem Auftakt der Wintersaison, dazu wartete mit dem Circuit of the Americas eine Strecke, die Reinberger zuvor lediglich aus dem Fernsehen kannte.

Nach dem für ihn enttäuschenden 11. Platz in der NEC-Gesamtwertung blieb kaum Zeit zur Vorbereitung. Statt einer längeren Pause hieß es für Reinberger praktisch direkt: vom Nürburgring nach Amerika.

„Zwischen dem Finale des NEC, das mir leider nur P11 in der Gesamtwertung einbrachte, und dem Start des Winter NEC war nicht recht viel Zeit und COTA kannte ich nur vom Fernsehen. Also bin ich praktisch direkt vom Nürburgring nach Amerika.“ Die erste Begegnung mit der anspruchsvollen Strecke verlief dabei nicht unbedingt nach Plan. Schnell entwickelte sich zwischen Fahrer und Kurs eine eher schwierige Beziehung.

„Schnell stellte sich raus, dass ich COTA absolut nicht leiden kann.“

Trotz der anfänglichen Abneigung konnte Reinberger im Training mit konkurrenzfähigen Zeiten auf sich aufmerksam machen. Besonders überraschend war für ihn, wie gut er bereits früh im Feld mithalten konnte. Ein entscheidender Punkt fehlte allerdings noch: die Konstanz. „Ich war aber dann dennoch überrascht, wie gut ich mit meinen Zeiten im Training lag. Einzig an Konstant mangelte es beim Training doch sehr.“

Von fehlendem Rhythmus zu P5 in der Qualifikation

Der erste Trainingseindruck bestätigte sich zunächst auch im freien Training. Reinberger fand nur schwer in einen Rhythmus und hatte Probleme, seine Geschwindigkeit konstant abzurufen. „Im freien Training kam ich anfangs überhaupt nicht auf Pace. Ich hatte Probleme, einen Rhythmus zu finden.“ Erst gegen Ende des Zeittrainings gelang es ihm, mehr Vertrauen in das Auto und die Strecke zu entwickeln. Mit einigen konstanten Runden konnte sich Reinberger schließlich deutlich besser auf die bevorstehende Qualifikation einstellen.

Gleichzeitig zeigte sich bereits im Training, wie eng das Teilnehmerfeld beieinanderlag. „Gegen Ende des Zeittrainings konnte ich dann endlich Selbstvertrauen aufbauen und einige Runden relativ konstant abspulen. Ich war sehr überrascht, wie dicht das Feld im Training bereits beisammen war.“ Diese enge Leistungsdichte machte sich anschließend auch in der Qualifikation bemerkbar. Reinberger erwischte einen starken Lauf und sicherte sich für Rennen 1 den fünften Startplatz.

„Die Qualifikation für Rennen 1 verlief sehr gut und ich konnte mich in einem besonders engen Qualifikationslauf auf P5 qualifizieren.“

Rennen 1: Plätze verloren, aber Anschluss gehalten

Der Start in den ersten Lauf verlief zunächst ohne größere Zwischenfälle. Allerdings musste Reinberger in der Anfangsphase zwei Positionen abgeben und fand sich dadurch bereits früh auf Rang sieben wieder.

„Der Start verlief dann einigermaßen ruhig. Leider verlor ich in der Anfangszeit zwei Plätze und fand mich relativ schnell auf P7 wieder.“

Anschließend stabilisierte sich das Rennen. Reinberger konnte das Tempo der Konkurrenz mitgehen und hielt den Anschluss an die vorausfahrenden Fahrzeuge. Die erhoffte Gelegenheit, durch einen Fehler der Konkurrenz wieder Positionen gutzumachen, blieb allerdings aus. „Ab diesem Zeitpunkt konnte ich gut mithalten und hoffte vergeblich auf einen Fehler vor mir.“ Damit ging Reinberger schließlich auf Position sieben über die Ziellinie. Ein Ergebnis, das angesichts der schwierigen Vorbereitung und des ungewohnten Kurses eine solide Grundlage für den weiteren Saisonverlauf darstellte.

Rennen 2: Von P10 ins Ziel

In der zweiten Qualifikation lief es für Reinberger dagegen nicht ganz so rund. Es dauerte länger, bis er eine konkurrenzfähige Zeit setzen konnte. Am Ende reichte es lediglich für Startplatz zehn.

„Die zweite Qualifikation lief nicht ganz wie erwartet. Ich habe lange gebraucht, bis ich eine ordentliche Zeit gefahren bin. Diesmal reichte es nur für P10.“ Auch der Rennstart brachte keine Verbesserung. Eine weitere Position ging verloren, ehe Reinberger in den ersten Runden um Rang elf kämpfen musste. „Am Start gleich eine Position verloren und für 2-3 Runden noch um P11 kämpfen müssen.“ Danach entwickelte sich erneut ein ausgesprochen enges und konstantes Rennen. Die Konkurrenz ließ kaum Möglichkeiten für Überholmanöver oder Positionsgewinne zu. „Anschließend war es wieder ein Rennen, bei dem vorne nichts passierte und alle wie ein Uhrwerk ihre Runden abspulten.“ Trotz der fehlenden Möglichkeit, weitere Positionen gutzumachen, zieht Reinberger ein positives Fazit aus seinem ersten Auftritt in der Wintersaison. „Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Start in die Wintersaison.“

Angriff auf die Top 10 in Lauf zwei

Nach dem ersten Rennwochenende richtet sich der Blick bereits auf den zweiten Lauf. Reinberger möchte dabei nicht nur erneut in die Top 10 fahren, sondern auch seine Herangehensweise an die Rennen verändern. Das Ziel ist klar: mehr Angriff, mehr gewonnene Positionen und weniger Verteidigungsarbeit.

„Ich möchte wieder die Top 10 angreifen und diesmal mit etwas mehr Angriffslust ins Rennen gehen.“ Dabei bringt Reinberger seine Zielsetzung selbst prägnant auf den Punkt: „Plätze gutmachen und nicht verlieren ist angesagt.“ Der Auftakt hat gezeigt, dass Reinberger trotz kurzer Vorbereitung und anfänglicher Schwierigkeiten mit COTA konkurrenzfähig ist. Mit mehr Erfahrung auf der Strecke und dem gewonnenen Selbstvertrauen aus dem ersten Rennwochenende darf man gespannt sein, wie sich der Fahrer im weiteren Verlauf des Digitalen Newcomer Winter Cup entwickelt.

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