Finn Siebert zieht positives Fazit: Erfolgreiches Liga-Debüt und klare Ziele für Lauf zwei

Finn Siebert zieht positives Fazit: Erfolgreiches Liga-Debüt und klare Ziele für Lauf zwei

13. Oktober 2026

Der erste Lauf des Digitalen Newcomer Winter Cup im Rahmen der CARLAR Series war für Finn Siebert eine Premiere mit vielen neuen Eindrücken. Zwischen Nervosität, anspruchsvollen Strecken und wertvollen Lernerfahrungen gelang ihm mit Platz 18 im ersten Rennen ein beachtliches Ergebnis. Für den zweiten Lauf hat der Nachwuchsfahrer bereits konkrete Pläne: mehr Konstanz, bessere Überholmanöver und ein selbstbewussterer Auftritt im direkten Zweikampf.

Ein Sprung ins kalte Wasser – und Platz 18 zum Auftakt

Für Finn Siebert begann mit dem Digitalen Newcomer Winter Cup ein völlig neues Kapitel im Simracing. Der Einstieg in den DNWC bedeutete für ihn zugleich die erste Erfahrung im Liga-Racing. Entsprechend groß waren die neuen Eindrücke, aber auch der Druck, sich mit der Konkurrenz messen zu wollen.

„Mit dem Start in den DNWC habe ich das allererste Mal etwas mit Liga-Racing zu tun gehabt“, berichtet Siebert über seinen Einstieg. Gerade zu Beginn einer Meisterschaft ist es verständlich, dass der Blick schnell in Richtung Spitze wandert. Schließlich möchte jeder Fahrer möglichst weit vorne mitkämpfen und sich gegen die Konkurrenz behaupten. Gleichzeitig weiß Siebert, dass realistische Erwartungen gerade bei der ersten Teilnahme an einer Liga entscheidend sind.

„Es ist wohl ein wenig stressig, weil man natürlich am allerliebsten mit den Leuten ganz vorne mithalten möchte. Allerdings ist dies in meinem allerersten Mal League-Racing nicht zu erwarten.“ Trotz der neuen Herausforderungen zieht der Nachwuchsfahrer ein positives Fazit. Der erste Lauf habe ihm viel Spaß gemacht, auch wenn nicht alles nach Plan verlief. Besonders erfreulich war dabei das Ergebnis des ersten Rennens: Siebert überquerte die Ziellinie auf Platz 18 – und das in einem Teilnehmerfeld mit mehr als 40 Fahrern.

„Damit bin ich bei über 40 Teilnehmern sehr zufrieden, da man immer realistisch sein sollte“, erklärt er. Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Gerade für einen Fahrer, der erstmals Liga-Luft schnuppert, ist eine Platzierung in den Top 20 eine solide Grundlage für die weitere Saison. Siebert konnte damit zeigen, dass er durchaus in der Lage ist, sich im Feld zu behaupten.

COTA wird zur Herausforderung

Während das erste Rennen einen erfreulichen Abschluss fand, gestaltete sich der zweite Lauf deutlich schwieriger. Besonders der Circuit of The Americas, kurz COTA, stellte Siebert vor Herausforderungen.

Die Strecke gilt mit ihren abwechslungsreichen Kurvenkombinationen, harten Bremszonen und anspruchsvollen Linien als technische Aufgabe. Hinzu kommen die Track Limits, die den Fahrern nur wenig Spielraum lassen und bei wiederholten Verstößen schnell zum Problem werden können.

„Vor allem das zweite Rennen war schwierig für mich, da ich COTA eine sehr anspruchsvolle Strecke finde, vor allem mit den Track Limits. Daher lief das zweite Rennen nicht so gut“, blickt Siebert zurück.

Gerade für Liga-Neulinge ist es eine zusätzliche Herausforderung, auf einer anspruchsvollen Strecke nicht nur schnell, sondern auch konstant und regelkonform unterwegs zu sein. Im Rennen steigt der Druck, die Rundenzeiten zu halten und gleichzeitig auf die Konkurrenz zu reagieren. Dabei kann es schnell passieren, dass man die Grenzen der Strecke überschreitet. Für Siebert dürfte der erste Lauf deshalb vor allem eines gewesen sein: eine wichtige Lektion darüber, wie entscheidend die Kombination aus Geschwindigkeit, Streckenkenntnis und sauberem Fahren im Liga-Racing ist.

Im zweiten Lauf soll es weiter nach vorne gehen

Für die nächste Veranstaltung hat sich Siebert vorgenommen, den nächsten Schritt zu machen. Er möchte nicht nur seine bisherige Leistung bestätigen, sondern sich auch stärker im vorderen Bereich des Feldes etablieren.

„Mein Ziel für den zweiten Lauf des DNWC ist es auf jeden Fall, ein wenig weiter vorne mitzukämpfen, weil ich glaube, dass da noch mehr drin ist – definitiv“, erklärt der Fahrer selbstbewusst. Dabei spielt auch die Streckenwahl eine Rolle. Nach den Schwierigkeiten auf COTA hofft Siebert auf einen Kurs, auf dem er seine Fähigkeiten besser ausspielen kann. Dennoch steht nicht allein das Ergebnis im Vordergrund. Vielmehr möchte er im direkten Wettbewerb aktiver auftreten und seine Möglichkeiten im Zweikampf besser nutzen.

„Des Weiteren würde ich sehr gerne ein wenig kompetitiver sein und wirklich probieren zu verteidigen und zu überholen. Das hat leider im ersten Lauf nicht so ganz funktioniert wie geplant, mit keinem wirklichen Überholmanöver meinerseits.“ Diese Aussage zeigt, wo Siebert für den zweiten Lauf besonderes Potenzial sieht. Während er im ersten Rennen bereits eine gute Platzierung erzielen konnte, fehlten ihm bislang die entscheidenden Momente im direkten Duell mit anderen Fahrern.

Überholen und Verteidigen gehören jedoch zu den Fähigkeiten, die sich mit wachsender Erfahrung entwickeln. Es geht darum, Situationen frühzeitig einzuschätzen, den richtigen Moment für einen Angriff zu erkennen und gleichzeitig die eigene Position clever abzusichern. Gerade im dichten Feld des DNWC kann das den Unterschied zwischen einer soliden Platzierung und einem deutlichen Sprung nach vorne ausmachen.

Konstanz statt unnötiges Risiko

Auch bei der Vorbereitung auf den zweiten Lauf möchte Siebert neue Schwerpunkte setzen. Während beim Einstieg zunächst das Kennenlernen des Liga-Racings im Vordergrund stand, soll das Training nun deutlich gezielter ausfallen.

„Ich bereite mich auf jeden Fall ein Stück anders vor als auf den ersten Lauf, indem ich deutlich mehr auf Consistency gehe und gucke, dass man nicht überall die Offtracks mitnimmt“, erklärt er. Damit rückt die Konstanz in den Mittelpunkt. Im Simracing reicht es nicht, einzelne schnelle Runden zu fahren. Entscheidend ist vielmehr, über die gesamte Renndistanz ein stabiles Tempo zu halten, Fehler zu vermeiden und die Track Limits im Blick zu behalten. Wie schnell sich kleine Vergehen summieren können, hat Siebert bereits im ersten Lauf erfahren. Besonders ärgerlich waren dabei Situationen, in denen er nach Zwischenfällen in der ersten Kurve von der Strecke getragen wurde und dennoch Offtrack-Incidents erhielt.

„Das ist im Rennen sehr problematisch, wenn man schon ein paar Runden gefahren ist und auf einmal schon zehnmal hat“, berichtet er über seine Erfahrungen.

Trotz des Ärgers sieht er solche Situationen als Teil des Lernprozesses. Im engen Rennbetrieb lassen sich nicht alle Zwischenfälle vermeiden, und auch unverschuldete Situationen können Konsequenzen haben. Umso wichtiger ist es, die eigenen Fehlerquellen zu reduzieren und mit möglichst wenigen Incidents durch das Rennen zu kommen.

Qualifying und Zweikampftraining im Fokus

Neben einer besseren Rennkonstanz will Siebert auch gezielt an seiner Pace arbeiten. Für das Qualifying möchte er lernen, mehr aus dem Fahrzeug herauszuholen, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren.

„Des Weiteren werde ich auch ein wenig trainieren, mal zu pushen, ohne über das Limit zu gehen – Offtracks, Dreher und so weiter“, erläutert er seine Pläne. Die Herausforderung besteht darin, auf einer schnellen Runde das Maximum herauszuholen und trotzdem sauber zu bleiben. Zu vorsichtiges Fahren kostet Zeit, während übertriebene Aggressivität schnell zu Fehlern führen kann. Die richtige Balance wird deshalb ein wichtiger Bestandteil seiner Vorbereitung sein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Bremspunkten und möglichen Überholmanövern. Siebert möchte besser einschätzen können, wann ein Angriff auf der Innen- oder Außenseite erfolgversprechend ist und wie er sich in solchen Situationen positionieren muss.

Zusätzlich will er sich mit den wichtigsten und interessantesten Streckenabschnitten vertraut machen, um im Rennen besser vorbereitet zu sein. Je genauer die Schlüsselstellen bekannt sind, desto leichter fällt es, auch unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Fazit: Ein Liga-Neuling mit klarer Lernkurve

Finn Siebert hat beim ersten Lauf des Digitalen Newcomer Winter Cup gezeigt, dass er auch als Liga-Neuling konkurrenzfähig sein kann. Platz 18 im ersten Rennen bei mehr als 40 Teilnehmern ist ein respektables Ergebnis. Gleichzeitig hat der schwierige zweite Lauf auf COTA deutlich gemacht, in welchen Bereichen noch Entwicklungspotenzial besteht.

Für den zweiten Lauf setzt Siebert auf eine durchdachte Vorbereitung. Mehr Konstanz, weniger Offtracks, gezieltes Qualifying-Training und ein besseres Verständnis für Überhol- und Verteidigungssituationen sollen ihm dabei helfen, sich weiter nach vorne zu arbeiten. Das Ziel ist klar: Finn Siebert möchte nicht mehr nur Erfahrungen sammeln, sondern im zweiten Lauf aktiver um Positionen kämpfen. Mit realistischen Erwartungen, einer strukturierten Vorbereitung und dem nötigen Ehrgeiz bringt er dafür gute Voraussetzungen mit.

Ob sich die zusätzlichen Trainingsschwerpunkte bereits beim nächsten Rennen auszahlen, wird sich auf der Strecke zeigen. Nach seinem gelungenen Liga-Debüt darf man jedoch gespannt sein, welchen nächsten Entwicklungsschritt Siebert im DNWC machen wird.

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