Dominic Weber vor dem 2. Lauf des Digitalen Carrera Winter Cup: „Der Spaß muss wieder mehr in den Vordergrund rücken!“

Dominic Weber vor dem 2. Lauf des Digitalen Carrera Winter Cup: „Der Spaß muss wieder mehr in den Vordergrund rücken!“

15. Oktober 2026

Nach dem Gesamtsieg in der vergangenen Saison richtet Dominic Weber seinen Blick auf die nächste Herausforderung im Digitalen Carrera Winter Cup der CARLAR Series. Vor dem zweiten Saisonlauf spricht der Porsche-Cup-Pilot über neue Motivation, ein starkes Teilnehmerfeld und seine Vorbereitung auf eine bislang unbekannte Strecke.

Der zweite Lauf des Digitalen Carrera Winter Cup im Rahmen der CARLAR Series steht bevor – und mit Dominic Weber ist ein Fahrer am Start, der bereits bewiesen hat, dass er im Titelkampf eine entscheidende Rolle spielen kann. Nach seinem Gesamtsieg in der vergangenen Saison geht Weber mit neuen Impulsen in die aktuelle Meisterschaft. Dabei steht für ihn nicht allein das Ergebnis im Mittelpunkt, sondern vor allem die Freude am virtuellen Motorsport.

Nach dem Titelgewinn zurück zur Leichtigkeit

Ein Gesamtsieg ist für jeden Rennfahrer ein besonderer Erfolg. Doch der Druck, die eigenen Leistungen zu bestätigen, kann auch im digitalen Motorsport zur Herausforderung werden. Weber blickt offen auf diese Erfahrung zurück und erklärt, weshalb sich seine Herangehensweise inzwischen verändert hat.

„Der Spaß muss wieder mehr in den Vordergrund rücken! Obwohl ich letzte Saison den Gesamtsieg feiern durfte, wurde es durch den Druck, den ich mir selbst gemacht habe, immer schwieriger, mich zu motivieren“, berichtet der Porsche-Pilot. Nach einer kleinen Auszeit scheint Weber nun wieder die nötige Energie gefunden zu haben. Die Pause habe ihm offenbar geholfen, den Blick neu auszurichten und die Begeisterung für den Wettbewerb zurückzugewinnen. Entsprechend optimistisch blickt er auf die kommenden Rennen: „Nach einer kleinen Pause bin ich nun aber wieder top motiviert und freue mich auf die kommenden Läufe.“

Für den weiteren Saisonverlauf könnte genau diese Einstellung entscheidend sein. Denn wer langfristig erfolgreich sein möchte, benötigt neben fahrerischem Können auch die richtige mentale Balance. Weber will sich den Spaß am Rennsport bewahren – ohne dabei seinen sportlichen Ehrgeiz aus den Augen zu verlieren.

Ein starkes Fahrerfeld als Herausforderung

Leicht wird die Aufgabe allerdings nicht. Die Konkurrenz im Digitalen Carrera Winter Cup schätzt Weber ausgesprochen hoch ein. Seiner Einschätzung nach trifft in der Serie eine außergewöhnlich starke Auswahl an Porsche-Cup-Piloten aus dem deutschsprachigen Raum aufeinander.

„Ich behaupte, wir haben so ziemlich die besten Porsche-Cup-Piloten aus dem deutschsprachigen Raum vertreten. Sich in so einem Feld konstant durchzusetzen, verlangt einiges ab“, betont Weber.

Diese Einschätzung verdeutlicht, welchen Stellenwert Konstanz in der Meisterschaft einnimmt. Einzelne schnelle Runden reichen in einem hochklassigen Teilnehmerfeld häufig nicht aus, um sich dauerhaft an der Spitze zu etablieren. Vielmehr kommt es darauf an, das eigene Leistungsniveau über mehrere Läufe hinweg abzurufen, Fehler zu vermeiden und sich auch unter Druck gegen starke Gegner zu behaupten. Gerade vor dem Hintergrund seines Gesamtsiegs aus der vergangenen Saison dürfte Weber wissen, wie anspruchsvoll diese Aufgabe ist. Die Konkurrenz kennt seine Qualitäten – und auch er selbst weiß, dass jeder Saisonlauf eine neue Herausforderung darstellt.

Neue Strecke, klare Prioritäten

Für den zweiten Lauf setzt Weber zunächst auf eine solide Grundlage. Da die Strecke für ihn Neuland ist, möchte er sich nicht vorschnell auf maximale Geschwindigkeit konzentrieren. Stattdessen steht zunächst die Konstanz im Mittelpunkt seiner Vorbereitung.

„Da die Strecke für mich neu ist, geht es erstmal darum, Konstanz zu finden. Danach weiter mit Feintuning und dann hoffe ich, dass die Pace einigermaßen stimmt“, erklärt er. Der Ansatz ist klar strukturiert: Zunächst gilt es, sich mit dem Streckenlayout vertraut zu machen und einen verlässlichen Rhythmus zu entwickeln. Anschließend soll das Feintuning helfen, weitere Zeitreserven zu erschließen und das Fahrzeug optimal auf die Anforderungen der Strecke abzustimmen. Insbesondere auf unbekanntem Terrain kann eine methodische Vorbereitung den Unterschied machen. Wer früh ein Gefühl für Bremspunkte, Kurvenkombinationen und mögliche Schwachstellen entwickelt, schafft die Grundlage für schnelle und reproduzierbare Rundenzeiten. Erst wenn diese Basis stimmt, rückt die Jagd nach der letzten Zehntelsekunde in den Vordergrund.

Ob Webers Plan aufgeht, wird sich im zweiten Saisonlauf zeigen. Seine Herangehensweise deutet jedoch darauf hin, dass er die Herausforderung mit einer gesunden Mischung aus Geduld, Ehrgeiz und neu gewonnener Motivation angeht.

Die Mischung aus Erfahrung und neuer Motivation

Dominic Weber bringt die Erfahrung eines Gesamtsiegers mit, weiß aber zugleich, dass vergangene Erfolge keine Garantie für die Zukunft sind. Ein starkes Fahrerfeld, eine unbekannte Strecke und der Anspruch, konstant konkurrenzfähig zu sein, bilden die sportlichen Eckpfeiler vor dem anstehenden Rennen.

Dabei könnte gerade Webers veränderte Einstellung ein wichtiger Faktor werden. Statt sich ausschließlich am Ergebnis messen zu lassen, möchte er die Freude am Wettbewerb wieder stärker in den Mittelpunkt stellen. Das bedeutet keineswegs, dass die sportlichen Ambitionen verschwunden sind. Vielmehr scheint es darum zu gehen, Ehrgeiz und Fahrspaß wieder in ein gesundes Verhältnis zu bringen.

Fazit: Ein Titelverteidiger mit neuer Energie

Vor dem zweiten Lauf des Digitalen Carrera Winter Cup präsentiert sich Dominic Weber motiviert und mit einem klaren Plan. Zunächst möchte er auf der unbekannten Strecke Konstanz aufbauen, anschließend am Feintuning arbeiten und schließlich die nötige Pace finden, um im starken Teilnehmerfeld bestehen zu können. Die Konkurrenz ist anspruchsvoll, die Herausforderung groß. Doch Weber hat bereits bewiesen, dass er das Potenzial für Spitzenresultate besitzt. Wenn es ihm gelingt, seine Erfahrung mit der neu gewonnenen Motivation zu verbinden, dürfte er auch im weiteren Saisonverlauf ein Fahrer sein, den man im Auge behalten sollte.

Eines steht für ihn dabei fest: Der Erfolg zählt – aber der Spaß am Motorsport soll wieder an erster Stelle stehen.

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